Überquellender Briefkasten mit Werbepost

Wissen

Streuverlust in der Werbung reduzieren

Kurzfassung

Streuverlust bezeichnet den Anteil einer Werbekampagne, der Menschen erreicht, die nicht zur Zielgruppe gehören und daher keine Kaufentscheidung treffen werden. Je höher der Streuverlust, desto mehr Budget wird verschwendet. Die Kennzahl wird als Prozentsatz der Gesamtreichweite angegeben.

Warum Streuverlust teuer ist

Streuverlust kostet doppelt. Einmal den direkten Werbeaufwand für Kontakte, die nie zu Kunden werden. Und einmal den Opportunitätskosten: Das Budget, das in irrelevante Kontakte fließt, fehlt für relevante.

Ein Beispiel: Ein Zahnarzt in Hamburg-Eppendorf schaltet eine Google-Anzeige für 'Zahnarzt Hamburg". Die Anzeige wird stadtweit ausgespielt. Von 10.000 Impressionen kommen 200 Klicks, davon wohnen 30 im Einzugsgebiet der Praxis. 170 Klicks - und die dazugehörigen Kosten - sind Streuverlust.

Postwurfsendungen haben laut Branchenstudien eine Beachtungsrate von 3 bis 5 Prozent. Bedeutet: 95 bis 97 Prozent der gedruckten Flyer werden nicht beachtet. Das ist kein Pech, das ist struktureller Streuverlust.

Streuverlust nach Kanal

Verschiedene Kanäle haben unterschiedlich hohe Streuverluste. TV und Radio haben die höchsten - sie erreichen ein Massenpublikum, von dem nur ein Bruchteil zur Zielgruppe gehört. Großflächen-Plakate liegen ähnlich: Tausende Autofahrer sehen das Plakat, aber nur wenige sind potenzielle Kunden.

Online-Werbung hat durch Targeting theoretisch niedrigere Streuverluste. In der Praxis sind die Daten aber oft ungenau. Lokales Targeting auf Google oder Facebook streut über den definierten Radius hinaus, Nutzerprofile sind veraltet, und Bot-Traffic verzerrt die Zahlen.

Offline-Kanäle mit eingebauter Zielgruppenselektion haben den geringsten Streuverlust. Kleiderbügelwerbung in Textilreinigungen ist ein Beispiel: Der Kanal erreicht nur Haushalte, die den Service aktiv nutzen - und damit ein definiertes demografisches Profil mitbringen.

Streuverlust messen und reduzieren

Streuverlust lässt sich nicht immer exakt messen, aber approximieren. Für digitale Kanäle geben Conversion-Raten einen Anhaltspunkt: Je niedriger die Conversion, desto höher der Streuverlust. Für Offline-Kanäle helfen Response-Mechanismen: QR-Codes, Gutscheincodes, dedizierte Telefonnummern.

Um Streuverlust zu reduzieren, gibt es drei Hebel: Besseres Targeting (wen erreiche ich?), besserer Kontext (wo und wann sieht die Zielperson meine Werbung?) und bessere Botschaft (ist der Inhalt relevant für diese Person?).

Hyperlokale Kanäle wie Kleiderbügelwerbung optimieren die ersten beiden Hebel: PLZ-genaues Targeting stellt sicher, dass nur Haushalte im Einzugsgebiet erreicht werden. Der Kontext - die eigene Wohnung, beim Auspacken der Kleidung - sorgt für hohe Aufmerksamkeit. Den dritten Hebel steuern Sie über Ihr Flyerdesign.

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