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Flyer verteilen lassen: Was kostet die Flyerverteilung 2026?

Von Julius Schröder, AdBügel · Aktualisiert am

Kurzfassung

Flyer verteilen zu lassen kostet 2026 je nach Weg grob 60 bis 250 € je 1.000 Stück, zuzüglich Druck von rund 10 € je 1.000 für einen einfachen DIN-lang-Flyer. Am günstigsten sind private Verteiler und Beilagen im Anzeigenblatt, teurer sind Postaktuell und das teiladressierte Postwurfspezial. Der Endpreis hängt vor allem von Auflage, Gewicht, Zustellgebiet, Saison und der gewünschten Verteilkontrolle ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Private Verteiler berechnen im Beispiel Hamburg 59–75 € je 1.000 Stück bis 25 g, je nach Auflage.
  • Postaktuell kostet 76 € Porto je 1.000 Haushalte mit Tagespost und 129 € für alle Haushalte (bis 20 g, Kerngebiet), plus Servicegebühr und mindestens 300 € Porto.
  • Von September bis Dezember verteuern Saisonzuschläge den Postwurf, beim Postwurfspezial kommen unter 20.000 Stück 0,05 € Kleinmengenzuschlag je Sendung hinzu.
  • An 30,9 % der Briefkästen steht „Bitte keine Werbung“: Die tatsächlich erreichten Haushalte liegen oft deutlich unter der Zahl der Haushalte im Gebiet.
  • Eine 10.000er-Verteilung inklusive Druck kostet realistisch zwischen rund 800 und 2.500 € netto, je nach Weg.

Aus welchen Kosten setzt sich eine Flyerverteilung zusammen?

Der Preis, den Anbieter „je 1.000 Stück“ nennen, ist fast nie der Endpreis. Eine Flyerverteilung besteht aus vier Kostenblöcken:

Druck: Ein einfacher Flyer im Format DIN lang (135 g, beidseitig farbig) kostet im Online-Preisvergleich rund 27 € für 1.000 Stück, rund 99 € für 10.000 und rund 409 € für 50.000 Stück. Je größer die Auflage, desto geringer der Stückpreis. Schwereres Papier und größere Formate erhöhen nicht nur den Druckpreis, sondern oft auch die Verteilkosten, weil diese nach Gewicht gestaffelt sind.

Verteilung oder Porto: Der größte Posten. Er richtet sich nach Auflage, Gewicht und Gebiet. Bei Postaktuell unterscheidet die Post zusätzlich zwischen Kerngebiet und Randgebiet, im Randgebiet ist das Porto höher.

Zuschläge: Saisonzuschläge im Herbst und vor Weihnachten, Kleinmengenzuschläge, Gewichtszuschläge je weitere 10 g oder je Gramm, Abholgebühren, wenn die Flyer nicht rechtzeitig angeliefert werden.

Abwicklung und Kontrolle: Servicegebühren von Dienstleistern (etwa für die Einlieferung bei der Post), Mindestauftragswerte und kostenpflichtige Verteilkontrollen wie GPS-Stichproben.

Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb immer den Gesamtpreis für die konkrete Auflage abfragen, nicht den Grundpreis je 1.000.

Was kostet Flyerverteilung je 1.000 Stück?

Die Tabelle zeigt typische Preise 2026 für einen leichten Flyer bis 20 bzw. 25 g, jeweils ohne Druck und netto. Es handelt sich um veröffentlichte Beispielpreise einzelner Anbieter, regionale Preise weichen ab.

Typische Verteilkosten je 1.000 Stück ohne Druck (netto, Stand 09/2026)
WegKosten je 1.000Mindestmenge / MindestwertTypische Zuschläge
Private Haushaltsverteilung (Beispiel Hamburg, bis 25 g)59–75 €5.000 Stück4,50 € je weitere 10 g
Beilage im Anzeigenblatt (Beispiel Preisliste 2026, bis 20 g)73 €5.000 ExemplareGewichtsstaffel bis 89 € (bis 40 g)
Postaktuell, Haushalte mit Tagespost, Kerngebiet, bis 20 g76 € Porto + ca. 18 € Service300 € Porto + 90 € Service5 € je 1.000 Saisonzuschlag Sept.–Dez.
Postaktuell, alle Haushalte, Kerngebiet, bis 20 g129 € Porto + ca. 18 € Service300 € Porto + 90 € ServiceRandgebiet teurer, Saisonzuschlag
Postwurfspezial (teiladressiert), Standard bis 20 g180 € (230 € mit Kleinmengenzuschlag)5.000 Sendungen+0,05 € je Stück bei 5.000–19.999, +0,01 € Sept.–Dez.
Paketbeilageca. 60–230 €je nach VersenderPreis steigt mit Selektion und Gewicht
Hand-zu-Hand-Verteilung durch Promoter (Beispiel Berlin)ab 342 € je Kampagne mit 1.000 Flyernje nach KampagneEinsatzzeit statt Stückpreis

Private Verteiler, Post oder Beilage: Worin unterscheiden sich die Preise?

Private Verteiler stecken Flyer von Haus zu Haus, entweder einzeln oder gebündelt mit anderen Prospekten als Haushaltswerbung. Die gebündelte Variante ist am günstigsten, weil sich mehrere Werbetreibende die Zustellung teilen. Ein Hamburger Anbieter nennt 75 € je 1.000 ab 5.000 Stück, 69 € ab 10.000 und 59 € ab 20.000 Stück (bis 25 g). Eine Einzelverteilung nur mit Ihrem Flyer kostet mehr und wird meist auf Anfrage kalkuliert.

Postaktuell ist die unadressierte Wurfsendung der Deutschen Post an alle Haushalte eines Gebiets. Sie wählen, ob nur Haushalte mit Tagespost oder alle Haushalte beliefert werden. Die zweite Variante ist deutlich teurer. Dienstleister, die den Auftrag bei der Post einliefern, berechnen eine eigene Servicegebühr.

Postwurfspezial ist teiladressiert („An die Bewohner des Hauses …“) und lässt sich nach Merkmalen wie Kaufkraft oder Gebäudetyp selektieren. Das kostet laut Preisblatt 2026 ab 0,18 € je Sendung bis 20 g, also rund das Doppelte eines Postaktuell-Wurfs.

Beilagen im Anzeigenblatt liegen einer kostenlosen Wochenzeitung bei. Der Preis orientiert sich an Gewicht und Auflage der Ausgabe. Vorteil: Ein einfacher „Keine Werbung“-Aufkleber schließt Anzeigenblätter mit redaktionellem Teil nicht aus. Details dazu im Artikel Werbeverweigerer.

Paketbeilagen stecken in Onlinebestellungen und sind regional nur eingeschränkt steuerbar. Sie eignen sich eher für überregionale Angebote.

Welcher dieser Kanäle für welches Ziel am besten wirkt, vergleicht der Artikel Postwurf, Flyerverteilung und Kleiderbügelwerbung im Vergleich. Hier geht es nur um die Frage, was die Verteilung kostet.

Was kosten 5.000, 10.000 und 20.000 Flyer inklusive Verteilung?

Die folgenden Beispiele rechnen mit einem DIN-lang-Flyer (135 g, unter 20 g Versandgewicht) und einem Druckpreis von rund 10 € je 1.000 Stück. Alle Werte netto, Kerngebiet, außerhalb der Saisonzuschläge. Von September bis Dezember kommen beim Postwurf die genannten Zuschläge hinzu.

  • Bei 5.000 Stück greifen oft Mindestmengen und Mindestauftragswerte: Postaktuell verlangt mindestens 300 € Porto, Dienstleister meist zusätzlich eine Mindestservicegebühr.
  • Ab 20.000 Stück sinken die Stückpreise spürbar, beim Postwurfspezial entfällt der Kleinmengenzuschlag von 0,05 € je Sendung.
  • Im Herbst kostet dieselbe 10.000er-Postaktuell-Sendung 50 € mehr (5 € Saisonzuschlag je 1.000), beim Postwurfspezial 100 € mehr (0,01 € je Sendung).
Rechenbeispiele Gesamtkosten inklusive Druck (netto, gerundet)
Weg5.000 Stück10.000 Stück20.000 Stück
Private Haushaltsverteilung (Hamburg)ca. 425 € (375 € + 50 € Druck)ca. 790 € (690 € + 100 € Druck)ca. 1.380 € (1.180 € + 200 € Druck)
Beilage im Anzeigenblatt (73 € je 1.000)ca. 415 €ca. 830 €ca. 1.660 €
Postaktuell, Haushalte mit Tagespostca. 520 € (380 € Porto + 90 € Service + 50 € Druck)ca. 1.040 €ca. 2.080 €
Postaktuell, alle Haushalteca. 785 €ca. 1.570 €ca. 3.140 €
Postwurfspezial, Standard bis 20 gca. 1.200 € zzgl. Lettershopca. 2.400 € zzgl. Lettershopca. 3.800 € zzgl. Lettershop (kein Kleinmengenzuschlag)

Wie lässt sich prüfen, ob die Flyer wirklich verteilt wurden?

Bei Postaktuell übernimmt die Post die Zustellung im Rahmen ihres Zustellnetzes. Bei privaten Verteilern ist die Qualität dagegen das größte Risiko: Flyer, die im Altpapier statt im Briefkasten landen, kosten genauso viel wie verteilte. Seriöse Anbieter bieten deshalb Kontrollen an, die sich im Preis unterscheiden:

  • Sichtkontrollen und Standortmeldungen durch Teamleiter sind bei manchen Anbietern im Preis enthalten.
  • GPS-Kontrolle: Verteiler tragen GPS-Geräte oder nutzen eine App, die Route und Zeit aufzeichnet. Manche Anbieter bieten das nur als kostenpflichtige Stichprobe an, andere überwachen jede Kampagne und zeigen sie in einem Dashboard.
  • Fotonachweis: Statt GPS dokumentieren Verteiler die Zustellung mit Fotos.
  • Tandem- und Telefonkontrollen: Ein Kontrolleur begleitet die Verteilung, oder Haushalte werden stichprobenartig befragt, ob der Flyer angekommen ist.

Welche Kostenfallen gibt es bei der Flyerverteilung?

Werbeverweigerer: An 30,9 % der deutschen Briefkästen steht „Bitte keine Werbung“ (ZMG, Stand April 2024), in manchen Kreisen sind es über 60 %. Postaktuell lässt diese Haushalte aus, private Verteiler müssen den Aufkleber ebenfalls beachten. Fragen Sie, ob sich die angebotene Auflage auf alle Haushalte im Gebiet oder nur auf werbeoffene Briefkästen bezieht, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Hintergründe im Artikel Werbeverweigerer.

Saisonzuschläge: Zwischen September und Dezember erhebt die Post bei Postaktuell 5 € je 1.000 und beim Postwurfspezial 0,01 € je Sendung zusätzlich. Wer kann, plant große Verteilungen außerhalb dieses Zeitraums.

Mindestmengen: Private Verteiler und Anzeigenblätter nennen häufig 5.000 Stück als Untergrenze, manche Verteiler außerhalb ihres Kerngebiets 10.000. Kleinere Auflagen sind möglich, kosten aber pauschal mehr.

Gewicht: Ein Flyer auf 300-g-Karton oder ein gefalzter Prospekt rutscht schnell über 20 g. Dann greift die nächste Gewichtsstufe, bei einem Verteiler zum Beispiel 4,50 € je weitere 10 g und 1.000 Stück.

Randgebiete: Postaktuell ist im Randgebiet teurer als im Kerngebiet. Gerade ländliche Einzugsgebiete kosten je Haushalt mehr.

Fehlende Messung: Ohne eigenen QR-Code oder Gutscheincode je Verteilung wissen Sie hinterher nicht, ob sich die Ausgabe gelohnt hat. Wie das geht, erklärt der Artikel QR-Codes auf Flyern.

Wann ist ein teurerer Weg wie der Kleiderbügel sinnvoll?

Wer nur den Preis je 1.000 Stück vergleicht, landet fast immer bei der Haushaltsverteilung. Das ist richtig, wenn Sie möglichst viele Haushalte günstig erreichen wollen. Teurere Wege lohnen sich, wenn ein einzelner Neukunde viel wert ist oder wenn ein großer Teil der Zielgruppe über den Briefkasten nicht erreichbar ist.

Ein Beispiel ist Kleiderbügelwerbung: Der Flyer hängt am Bügel, auf dem eine Textilreinigung die gereinigte Kleidung zurückgibt, und wird damit persönlich übergeben. Das ist ausdrücklich teurer als eine Flyerverteilung. Bei AdBügel kostet ein Flyer 0,32 bis 0,72 € all-in (Druck, Konfektion, Anlieferung, Kontrolle), also 320 bis 720 € je 1.000. Die Mindestmenge liegt bei 7.800 Stück (zwei Reinigungen mit je 3.900 Flyern), der Einstieg bei 2.886 € netto. Für 19.500 Budget-Flyer in fünf Reinigungen zahlen Sie 0,32 € je Stück, also 6.240 € netto. Das ist mehr als das Vierfache einer 20.000er-Haushaltsverteilung.

Dafür erreicht der Flyer auch Haushalte mit „Keine Werbung“-Aufkleber, und Stammkunden der Reinigung sehen ihn bei jedem Besuch erneut. Das rechnet sich vor allem bei hohem Kundenwert, etwa für Makler oder Küchenstudios. Alle Staffeln stehen unter Preise. Wie Sie Kanäle mit unterschiedlichen Stückpreisen fair vergleichen, zeigt der Artikel zum Tausenderkontaktpreis.

Häufige Fragen

Was kostet es, 1.000 Flyer verteilen zu lassen?

Bei privaten Verteilern rund 59 bis 75 € je 1.000 Stück, bei Postaktuell 76 € Porto (Haushalte mit Tagespost) bzw. 129 € (alle Haushalte) plus Servicegebühr, jeweils zuzüglich Druck. Für nur 1.000 Stück greifen allerdings meist Mindestmengen oder Mindestauftragswerte, sodass der Gesamtpreis höher liegt.

Was kostet eine Postwurfsendung an 10.000 Haushalte?

Mit Postaktuell an Haushalte mit Tagespost rund 1.040 € netto inklusive Servicegebühr und einfachem Druck, an alle Haushalte rund 1.570 €. Von September bis Dezember kommen 50 € Saisonzuschlag hinzu.

Ist Flyer verteilen lassen günstiger als die Post?

Meist ja. Gebündelte Haushaltsverteilung privater Anbieter kostet oft weniger als Postaktuell. Dafür schwankt die Verteilqualität stärker, deshalb lohnt sich eine Verteilkontrolle per GPS, Foto oder Stichprobe.

Wann fallen Saisonzuschläge an?

Die Deutsche Post erhebt von September bis Dezember Saisonzuschläge: bei Postaktuell 5 € je 1.000 Stück, beim Postwurfspezial 0,01 € je Sendung.

Wie viele Haushalte erreiche ich mit einer Flyerverteilung wirklich?

Weniger als im Gebiet wohnen. 30,9 % der Briefkästen in Deutschland tragen einen Hinweis gegen Werbung, in Großstädten oft deutlich mehr. Diese Haushalte werden bei seriöser Verteilung ausgelassen.

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