Kurzfassung
Postaktuell ist die unadressierte Wurfsendung der Deutschen Post an alle Haushalte oder an Haushalte mit Tagespost in einem gewählten Gebiet. Postwurfspezial ist teiladressiert („An die Bewohner des Hauses“ plus Straße und Ort) und lässt sich auf Gebäudeebene nach Merkmalen wie Kaufkraft oder Gebäudetyp auswählen. Postaktuell kostet 2026 ab 76 € je 1.000 Sendungen, Postwurfspezial ab 0,18 € je Sendung, also rund das Doppelte bis Dreifache.
Das Wichtigste in Kürze
- Postaktuell 2026 bis 20 g: 76 € je 1.000 an Haushalte mit Tagespost, 129 € an alle Haushalte (Kerngebiet), im Randgebiet 100 bzw. 170 €. Mindestauftragswert 300 €.
- Postwurfspezial 2026: 0,18 € je Sendung bis 20 g (Standard), unter 20.000 Sendungen plus 0,05 € Kleinmengenzuschlag, Mindestmenge 5.000.
- Von September bis Dezember gilt ein Saisonzuschlag: 5 € je 1.000 bei Postaktuell, 0,01 € je Sendung bei Postwurfspezial.
- Beide Produkte lassen Briefkästen mit „Keine Werbung“-Aufkleber aus. Bei Postwurfspezial wird die Auflage vorab um diese Haushalte reduziert.
- Zustellung in der Regel innerhalb von vier Werktagen nach Einlieferung; das ist ein Qualitätsziel der Post, keine Laufzeitzusage.
Worin unterscheiden sich Postwurfspezial und Postaktuell?
Beide Produkte sind Werbesendungen der Deutschen Post an Haushalte, die Sie nicht namentlich kennen. Der Unterschied liegt in der Adressierung und damit in der Zielgenauigkeit:
Postaktuell ist unadressiert. Die Post verteilt inhaltsgleiche Sendungen flächendeckend in einem Gebiet, das Sie nach Postleitzahl, Zustellbezirk oder Ortsteil wählen. Sie entscheiden nur, ob alle Haushalte beliefert werden oder nur Haushalte, die am Zustelltag ohnehin Post bekommen.
Postwurfspezial ist teiladressiert. Auf der Sendung steht ein Ansprachetext wie „An die Bewohner des Hauses“ oder „An alle Brillenträger“, ergänzt um Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Die Adressen stammen von einem von der Post zertifizierten Datenpartner und werden nach Merkmalen auf Gebäudeebene ausgewählt, etwa Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, Kaufkraft oder Alter.
| Merkmal | Postaktuell | Postwurfspezial |
|---|---|---|
| Adressierung | unadressiert | teiladressiert (Ansprachetext + Straße, Ort) |
| Auswahl | PLZ, Zustellbezirk, Ortsteil; alle Haushalte oder nur mit Tagespost | Gebäudeebene: Gebäudetyp, Kaufkraft, Alter, weitere Merkmale gegen Aufpreis |
| Preis bis 20 g | 76 € (Tagespost) bzw. 129 € je 1.000, Kerngebiet | 0,18 € je Sendung, also 180 € je 1.000 |
| Mindestmenge | keine, aber 300 € Mindestauftragswert | 5.000 Sendungen (unter 20.000 mit Zuschlag) |
| Höchstgewicht | 250 g, schwerer auf Anfrage | 1.000 g |
| Einlieferung | auch in der Filiale (bis 5.000 Sendungen, 100 kg) | nur Großannahmestelle oder Abholung, Vertrag zur Nutzung von Teilanschriften |
| „Keine Werbung“-Aufkleber | keine Zustellung | keine Zustellung, Auflage wird vorab reduziert |
Was kostet Postaktuell 2026?
Die Post rechnet Postaktuell je 1.000 Sendungen ab, gestaffelt nach Gewicht in 10-g-Schritten, nach Zielgruppe (alle Haushalte oder Haushalte mit Tagespost) und nach Gebiet. Kerngebiete sind Postleitzahlbereiche mit hohem bewerbbarem Potenzial, alle übrigen gelten als Randgebiet und kosten rund ein Drittel mehr. Eine öffentliche Liste, welche Postleitzahl zu welchem Gebiet gehört, gibt es nicht; das zeigen die Planungswerkzeuge der Post.
- Mindestauftragswert: 300 € Porto. Wer darunter bleibt, kann die Differenz aufzahlen.
- Saisonzuschlag: 5 € je 1.000 Sendungen vom 1. September bis 31. Dezember.
- Zustellbezirksselektion: 10 € je 1.000 Sendungen, wenn Sie nicht ganze Postleitzahlen, sondern einzelne Zustellbezirke buchen.
- Dienstleister: Wer die Einlieferung an einen Lettershop oder Postservice gibt, zahlt dort zusätzlich eine Servicegebühr.
| Gewicht | Alle, Kern | Alle, Rand | Tagespost, Kern | Tagespost, Rand |
|---|---|---|---|---|
| bis 20 g | 129 € | 170 € | 76 € | 100 € |
| 21 bis 30 g | 156 € | 192 € | 100 € | 126 € |
| 51 bis 60 g | 200 € | 232 € | 145 € | 170 € |
| 101 bis 110 g | 258 € | 295 € | 197 € | 223 € |
| 241 bis 250 g | 446 € | 489 € | 358 € | 389 € |
Was kostet Postwurfspezial 2026?
Postwurfspezial wird je Sendung abgerechnet. Im Basispreis sind die Grundselektion der Adressdaten und die Zustellung enthalten. Welche Preisstufe gilt, hängt vom Format und vom Gewicht ab.
- Mindestmengen: 20.000 Sendungen bundesweit, als „EASY“ ab 5.000 Sendungen mit einem Kleinmengenzuschlag von 0,05 € je Sendung bis 19.999 Stück. Aufzahlungen auf die Mindestmenge sind möglich.
- Saisonzuschlag: 0,01 € je Sendung vom 1. September bis 31. Dezember.
- Produktionszuschlag: 0,05 € je Sendung, wenn die Sendungen nicht oder nicht vollständig maschinell verarbeitet werden können.
- Nicht eingelieferte Adressen: Für selektierte, aber nicht eingelieferte Teilanschriften berechnet die Post 0,02 € je Adresse. Die Auflage sollte also vor dem Druck feststehen.
| Format | Maße | Gewicht | Preis je Sendung |
|---|---|---|---|
| Karte | L 150–235 mm, B 90–125 mm, max. 500 g/m² | je nach Kartengröße | 0,17 € |
| Standard | L 150–235 mm, B 90–125 mm, H bis 5 mm | bis 20 g | 0,18 € |
| Standard | wie oben | 21 bis 50 g | 0,20 € |
| Groß | L 140–353 mm, B 90–250 mm, H bis 30 mm | bis 50 g | 0,28 € |
| Groß | wie oben | 51 bis 100 g | 0,35 € |
| Groß | wie oben | 101 bis 250 g | 0,46 € |
| Groß | wie oben | 251 bis 1.000 g | 0,57 € bzw. 0,73 € |
Was kosten 10.000 Sendungen im Vergleich?
Die Beispiele rechnen mit einem leichten Flyer bis 20 g und einer Einlieferung im Herbst, also mit Saisonzuschlag. Alle Werte sind reines Porto, netto, ohne Druck und ohne Gebühren eines Dienstleisters.
- Bei 20.000 Sendungen entfällt der Kleinmengenzuschlag. Je Sendung kostet Postwurfspezial dann 0,19 € statt 0,24 €.
- Außerhalb von September bis Dezember sind die Werte um den Saisonzuschlag niedriger: 760 € statt 810 € für die günstigste Postaktuell-Variante.
- Einen Vergleich mit privaten Verteilern und Beilagen, jeweils inklusive Druck, finden Sie im Artikel Flyer verteilen lassen: Kosten 2026.
| Variante | Rechnung | Porto |
|---|---|---|
| Postaktuell, Haushalte mit Tagespost, Kerngebiet | 10 × 76 € + 10 × 5 € | 810 € |
| Postaktuell, alle Haushalte, Kerngebiet | 10 × 129 € + 10 × 5 € | 1.340 € |
| Postaktuell, alle Haushalte, Randgebiet | 10 × 170 € + 10 × 5 € | 1.750 € |
| Postwurfspezial Standard, 10.000 Sendungen (EASY) | 10.000 × (0,18 € + 0,05 € + 0,01 €) | 2.400 € |
| Postwurfspezial Standard, 20.000 Sendungen | 20.000 × (0,18 € + 0,01 €) | 3.800 € |
Welche Formate und welche Aufschrift sind vorgeschrieben?
Postwurfspezial: Die Länge muss mindestens das 1,4-Fache der Breite betragen, DIN A6 mit 148 mm Länge ist zulässig. Der Ansprachetext darf inklusive Leerzeichen höchstens 87 Zeichen lang und zweizeilig sein. Pflicht sind ein einheitlicher Ansprachetext, Straße mit Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Die Post nennt als Beispiele „An die Bewohner des Hauses“, „An alle Sparer“ oder „An die künftigen Traumbadbesitzer“. Ein persönlich wirkender Ansprachetext, der zum Angebot passt, hebt die Sendung von reiner Prospektwerbung ab.
Postaktuell: Auf der größten Außenseite steht entweder „An alle Haushalte“ (alternativ „Postaktuell – Alle –“) oder „An Haushalte mit Tagespost“ (alternativ „Postaktuell – TagesP –“). Die Maße liegen zwischen 140 × 90 mm und 353 × 250 mm bei höchstens 30 mm Höhe, das Gewicht bei höchstens 250 g, schwerere Sendungen bis 1.000 g nur auf Anfrage. Die Sendungen müssen nach Zustellbezirken gebündelt eingeliefert werden, höchstens 10 kg je Gebinde.
Wie genau lässt sich die Zielgruppe auswählen?
Postaktuell kennt drei Detailgrade: Postleitzahl, Zustellbezirk und Ortsteil. „Haushalte mit Tagespost“ sind Haushalte, die am Zustelltag ohnehin andere Post bekommen. Das spart Porto, ist aber eine Zufallsauswahl, keine Zielgruppe. Die Post weist außerdem darauf hin, dass sich Ortsteile überschneiden können und eine eindeutige Abgrenzung nicht immer möglich ist.
Postwurfspezial wählt auf Gebäudeebene aus. Grundlage ist die Datenbank microdialog, in der eine Mikrozelle im Schnitt aus 6,6 Haushalten besteht. Selektierbar sind unter anderem:
- Gebäudetyp: freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus, Reihen- oder Doppelhaus, kleines und großes Mehrfamilienhaus, Hochhaus
- Kaufkraft: von stark überdurchschnittlich bis unterdurchschnittlich
- Alter: zwischen 18 und über 65 Jahren in mehreren Stufen
- Weitere Merkmale wie Konsum-, Pkw- und Finanzdaten oder eine Nachbarschaftsselektion rund um Bestandskunden, gegen Zusatzentgelt
Wie genau ist diese Selektion wirklich?
Die Post schreibt selbst, es handle sich „nicht um 100 % reine Zielgruppen“, sondern um eine annähernde Zielgruppengenauigkeit. Das liegt in der Natur der Sache: Merkmale wie Kaufkraft werden für eine Mikrozelle aus mehreren Haushalten geschätzt, nicht für den einzelnen Haushalt erhoben. Für ein Villenviertel funktioniert das gut, in gemischten Straßen weniger. Planen Sie deshalb mit Streuverlust und messen Sie die Wirkung über einen eigenen QR-Code oder Gutscheincode.
Wie läuft die Einlieferung ab, und wie schnell wird zugestellt?
Für beide Produkte gilt: Sieben Tage vor der Einlieferung ist eine digitale Vorankündigung über das elektronische Auftragsmanagement der Post nötig, die vollständige Ankündigung spätestens zwei Tage vorher. Rechnen Sie inklusive Druck und Konfektionierung mit zwei bis drei Wochen Vorlauf.
- Postaktuell lässt sich in kleinen Mengen in der Filiale einliefern: höchstens 5.000 Sendungen oder 10 Bunde je Einlieferung, insgesamt höchstens 100 kg, keine Paletten. Größere Mengen gehen über eine Großannahmestelle.
- Postwurfspezial wird nur an Großannahmestellen (höchstens 20 Paletten pro Tag und Einlieferer) oder per Abholung übergeben. Wer zum ersten Mal einliefert, schließt einmalig einen Vertrag zur Nutzung von Teilanschriften mit der Post. Die Adressen dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden, auch nicht an den Absender.
- Zustellung: In der Regel innerhalb von vier Werktagen nach dem Einlieferungstag, bei Postwurfspezial dienstags bis samstags. Die Post nennt das ausdrücklich ein Qualitätsziel und keine Laufzeitzusage. Einen festen Zustelltag gibt es nicht.
- Planung: Für Postaktuell stellt die Post den kostenlosen POSTAKTUELL MANAGER (Windows, macOS) und ein Online-Planungstool mit Karte bereit, das Kosten und Empfängerzahl zeigt. Postwurfspezial wird über die Online-Services von Deutsche Post Direkt gezählt, kalkuliert und beauftragt.
Was passiert mit Briefkästen mit „Keine Werbung“?
Beide Produkte respektieren den Aufkleber. Bei Postaktuell stellt die Post nicht zu, wenn am Briefkasten zum Beispiel „Keine Wurfsendungen“ oder „Keine Werbung“ steht. Bei Postwurfspezial gilt das ebenfalls, obwohl die Sendung teiladressiert ist; die Post reduziert die Zahl der Briefkästen bereits bei der Selektion um die Werbeverweigerer.
Das ist fair für den Werbetreibenden, bedeutet aber: Ein wachsender Teil der Haushalte ist über keines der beiden Produkte erreichbar. Bundesweit tragen 30,9 % der Briefkästen einen solchen Hinweis, in einzelnen Kreisen über 60 % (ZMG, 2024). Gerade in kaufkräftigen Großstadtvierteln ist der Anteil hoch. Mehr dazu im Artikel Bitte keine Werbung.
Welches Produkt passt zu welchem Ziel?
Postaktuell passt, wenn Sie ein Gebiet flächig und günstig abdecken wollen: Wochenangebote, Eröffnungen, Handwerk im Umkreis. Die Variante „Haushalte mit Tagespost“ ist das günstigste Porto je Haushalt.
Postwurfspezial passt, wenn Ihr Angebot nur für einen Teil der Haushalte relevant ist, etwa Eigentümer von Einfamilienhäusern für Solar, Dach oder Garten, oder kaufkräftige Haushalte für hochpreisige Leistungen. Der höhere Stückpreis rechnet sich, wenn er die Streuung spürbar senkt.
Ergänzung für schwer erreichbare Zielgruppen: Wer genau die Haushalte erreichen will, die Werbung im Briefkasten ablehnen, braucht einen Weg, der nicht über den Briefkasten führt. Bei der Kleiderbügelwerbung übergibt eine Textilreinigung den Flyer mit der gereinigten Kleidung. Das ist mit 0,32 bis 0,72 € je Stück all-in teurer als beide Post-Produkte und lohnt sich vor allem bei hohem Kundenwert. Einen Kanalvergleich zeigt der Artikel Postwurf, Flyerverteilung und Kleiderbügel im Vergleich, die Preise stehen unter Preise.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Postaktuell und Postwurfspezial?
Postaktuell ist unadressiert und geht an alle Haushalte oder an Haushalte mit Tagespost in einem Gebiet. Postwurfspezial ist teiladressiert („An die Bewohner des Hauses“ plus Straße und Ort) und wird auf Gebäudeebene nach Merkmalen wie Gebäudetyp, Kaufkraft oder Alter ausgewählt.
Was kostet Postwurfspezial 2026?
Ab 0,17 € je Karte und 0,18 € je Standardsendung bis 20 g. Unter 20.000 Sendungen kommen 0,05 € Kleinmengenzuschlag hinzu, von September bis Dezember 0,01 € Saisonzuschlag. 10.000 Standardsendungen kosten im Herbst damit rund 2.400 € Porto.
Was kostet Postaktuell für 1.000 Haushalte?
Bis 20 g im Kerngebiet 76 € an Haushalte mit Tagespost und 129 € an alle Haushalte, im Randgebiet 100 bzw. 170 €. Der Mindestauftragswert liegt bei 300 € Porto.
Wie hoch ist die Mindestmenge bei Postwurfspezial?
5.000 Sendungen mit Kleinmengenzuschlag, ohne Zuschlag 20.000 Sendungen. Wer darunter liegt, kann auf die Mindestmenge aufzahlen.
Wie lange dauert die Zustellung?
In der Regel innerhalb von vier Werktagen nach Einlieferung. Das ist ein Qualitätsziel der Post, keine Zusage. Die Einlieferung muss sieben Tage vorher digital angekündigt werden.
Bekommen Haushalte mit „Keine Werbung“-Aufkleber Postwurfspezial?
Nein. Die Post stellt beide Produkte an Briefkästen mit einem entsprechenden Hinweis nicht zu und reduziert die Auflage bei Postwurfspezial schon bei der Selektion.
Passende Branchen
Quellen
- Deutsche Post: Preisblatt POSTWURFSPEZIAL, Stand 01.01.2026
- Deutsche Post: Preisblatt POSTAKTUELL, Stand 01.01.2026
- Deutsche Post: Broschüre Versandhandling 2026 (Formate, Ansprachetext, Einlieferung)
- Deutsche Post: POSTWURFSPEZIAL, Produktseite und FAQ
- Deutsche Post: POSTAKTUELL, Produktseite und FAQ
- BDZV: Werbeverweigerer 2024 (ZMG-Auswertung)
Weiterführende Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Kleiderbügelwerbung ausprobieren?
Einmalige Kampagne mit Live-Preis oder dauerhafte Präsenz im Viertel mit dem Viertel-Abo.



